1856 baute Siemens in Istanbul das erste …

siemensDie deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen haben eine lange Tradition. Sie reichen zurück bis in die Ära des Osmanenreichs. 1856 baute Siemens in Istanbul das erste Telegraphenamt. Anfang des 20. Jahrhunderts nahmen das Bauunternehmen Philipp Holzmann und die Deutsche Bank als Finanzier den Bau der Bagdad-Bahn von Anatolien in den Nahen Osten in Angriff. Mitte der 1990er Jahre gab es in der Türkei rund 500 Unternehmen mit deutscher Kapitalbeteiligung, heute sind es bereits 5600.

Das deutsch-türkische Handelsvolumen beläuft sich auf rund 33 Milliarden Euro im Jahr. Für türkische Exporteure ist Deutschland einer der wichtigsten Absatzmärkte. Aber die Türkei mit ihrer jungen und konsumfreudigen Bevölkerung ist auch für deutsche Unternehmen in den vergangenen Jahren zu einem bedeutenden Markt geworden: Tchibo, Media Markt, Deichmann, Bauhaus, Real, Rossmann – in den türkischen Einkaufszentren trifft man überall auf deutsche Einzelhändler. Sie machen sich jetzt Sorgen, der Konsumrausch der vergangenen Jahre könnte in einem bösen Erwachen enden. Die massiven Zinserhöhungen der vergangenen Woche verteuern die in der Türkei so beliebten Ratenkäufe. Überdies lässt der Kursverfall der türkischen Lira die Preise für Importwaren kräftig steigen.

2013 kamen rund 500 deutsche Unternehmen neu in die Türkei, vor allem mittelständische Firmen. In diesem Tempo wird es vorerst nicht weitergehen. Man sehe die Auswirkungen der Krise “mit Sorge”, sagt Volker Treier, Außenwirtschaftschef beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Mit neuen Investitionen warteten deutsche Unternehmen zunächst.

Quelle : swp.de

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