‘The Turkish Formula of Planing’ oder als der Bosporus wie ein faules Ei zu stinken begann

kanalistanbulKanal Istanbul sollte der 2. Bosporus werden. Noch eine Perle in der Mega-Metropole Istanbul. Dieses verkündete Erdogan im Jahre 2011 und schon waren die Grundstücke auf der geplanten Route des Kanals unbezahlbar geworden.

Die Planungen, in Zusammenhang mit dem Bau gehen weiter. Dennoch sollte  Kanal Istanbul kein Projekt sein, bei dem man nur große Mengen Erde bewegt. Letzte Woche sagte Prof. Lamont-Doherty von der Columbia University, dass man bei dem Vorhaben die Ökologie und die schweren Folgen des Baues nicht außer Acht lassen sollte.

Alle Normalsterblichen sagten, dass wenn man soviel Erde bewegt, unsere Umwelt davon schweren Schaden nehmen könnte bzw. würde. Das sagen wir eigentlich immer, wenn solche Megavorhaben bevorstehen und fast immer stimmt es auch.

Nur der gute Professor sagte in diesem Zusammenhang etwas ganz anderes und zeigte auf das Marmara Meer. Er sagte, dass zwangslaeufig die Meeresströmung des Marmara Meeres, sowie die Unterstöme automatisch abnehmen würden.  Laut Prof. Dr. Cemal Saydam würde das Schwefelgehalt des Marmara Meeres immens zunehmen und das Meer wie ein faules Ei zu stinken anfangen.

Bis heute hat uns niemand darüber informiert, ob und überhaupt irgendwelche Studien darüber erfolgt sind. Ausgehend von der ‘The Turkish Formula of Planing’ kann man davon ausgehen, dass nichts in diese Richtung unternommen wurde. Ansonsten würde die Regierung sich sicherlich damit rühmen, wie Umweltbewusst man doch ist.

Ankara rühmt sich lediglich mit den Ausmaßen, mit der Menge von Erde welches bewegt werden wird und den Kosten. Eine mögliche ökologische Umweltkatastrophe wird einfach weggedacht.

Im ehemaligen Sowjetunion gibt es ein gelebtes Beispiel darüber was passieren kann, wenn man die Umweltfolgen außer Acht laesst.

Der 4. größte See der Welt, der Aral See verlor innerhalb von 50 Jahren fast 90% seiner Wassermenge und ist fast ausgetrocknet. Jetzt können sich die Russen damit rühmen mit 68.000 m2 die jüngste Wüste der Erde zu besitzen.

Wie in vielen Dingen in der Türkei wird die Wissenschaft wieder mal  nicht berücksichtigt. Die Regierung denkt an jetzt und hat bestimmt schon die Eröffnungsfeierlichkeiten im Sinn. Was kommt dann ?

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