Das Problem : Die türkischen Kreditkarten sind echte Kreditkarten

kopfkratzenDer türkische Premier Erdogan ist ein Meister im Ratschlägeben. Er sagt, was die Türken tun bzw. unterlassen sollen. Die Demonstranten sind schlechte Menschen, wer Alkohol trinkt und weniger als drei Kinder bekommt auch. Mit einem hat er aber Recht. Die Kreditkarten sind ihm ein Dorn im Auge. Die Türken lieben Kreditkarten und sind überschuldet.

Ratenzahlungen per Kreditkarte bis zu 48 Monaten treiben den Konsum an.

Die türkischen Kreditkarten sind echte Kreditkarten. Während in Deutschland der gesamte Betrag am Ende der Abrechnungsperiode monatlich beglichen werden muss, werden in der Türkei lediglich 20% der Gesamtsumme fällig.

Hier einige erstaunliche Zahlen :

Die Zinsen für Kreditkartenschulden belaufen sich auf 27%.

Die Banken kassierten im letzten Jahr über diese Gebühren 14,8 Mrd. TL (5,35 Mrd.Euro). Dabei betrugen die Personalkosten der Banken im ganzen Jahr weniger (14,2 Mrd. TL).

Mit 56 Mio. Kreditkarten gaben die Türken letztes Jahr 141 Mrd. Euro aus. Das sind 47% des Bruttoinlandprodukts (BIP). Im Vergleich sind es in Deutschland gerade mal 3%.

Jeden Tag werden rund 100 Millionen Lira (36 Millionen Euro) Bargeld mit Kreditkarten aus den Automaten gezogen.

Ende Juli betrugen die Kreditkartenschulden der Türken 31 Mrd. Euro (eine Verdopplung gegenüber 2010).

Die Türken sparen kaum. Die Sparquote beträgt 12,6%  vom Bruttoinlandsprodukt. Das ist halb so hoch wie in Deutschland.

Quelle :  vom Handelsblatt-Online

 

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