Borsa Istanbul – Experten sehen Türkei günstig bewertet (das war gestern)

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Die Überschrift oben und die Nachricht dazu unten sind von gestern. Heute ging es hoch her in der Türkei. Regierungsnahe Unternehmer und 4 Ministersöhne u.a. wurden verhaftet. Ihnen werden verschiedene Delikte u.a. in Zusammenhang mit unrechtmäßigem Erschleichen von Vergünstigungen bei Großaufträgen vorgeworfen. Es sieht, so sehen es die Meisten, nach einer Abrechnung zwischen Ministerpräsident Erdogan und des greisen Predigers Fethullah Gülen aus, der in den USA lebt. Die Papiere an der Istanbuler Börse verloren 5,21%. Sollte die Verhaftungswelle noch weitergehen, wird sich der Abwärtstrend wohl weiter fortsetzen. Wer aber die Nachricht unten gelesen und reagiert hat, dürfte heute schlecht dastehen.

Große Sprünge hat zwar auch der Istanbul Stock Exchange National 30 Index nicht gemacht. Die Stabilisierung im Bereich von 90.000 Punkten ist in einer insgesamt schwachen Börsenwoche dennoch positiv zu werten. Charttechniker werden nun die weitere Entwicklung abwarten. Wird die Hürde bei 90.500 Punkten überwunden, könnten weitere Kaufimpulse generiert werden. Merrill Lynch hat vergangene Woche die Türkei in ihren derzeitigen Favoritenkreis aufgenommen. Grund ist in erster Linie die günstige Bewertung. Nach Angaben von Bloomberg liegt das KGV der im Istanbul Stock Exchange National 30 Index notierten Titel für 2014 bei 8,9. Die Dividendenrendite liegt bei 3,5 Prozent.
Japans Nikkei 225® Index pendelte in der zurückliegenden Woche weiter zwischen 15.000 und 16.000 Punkten. Solange die untere Begrenzung hält, ist der seit Juni 2013 gebildete Aufwärtstrend noch intakt. Bullen dürften jedoch frühestens oberhalb von 16.000 Punkten das Ruder übernehmen.

Quelle

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