Möbel “Made in Germany” gen Türkei

möbelhausGroßes Potenzial mit zu wenigen Ergebnissen: Wie gering die Präsenz der meisten deutschen Möbelhersteller bislang in der Türkei ist, deckt die Furniture Club-Länderstudie zum dortigen Möbelmarkt auf, die am 17. Oktober auf der Mitgliederversammlung bei der Koelnmesse vorgestellt wurde.

Selbst die italienischen Möbelhersteller haben auf diesem Markt noch nicht die Nase uneinholbar vorn, denn auch sie erkannten erst vor wenigen Jahren die Türkei als wichtigen Markt. Deutlich weiter als die Möbelhersteller sind deutsche Zulieferer, die in einigen Fällen schon seit Jahrzehnten die wachstumsstarke türkische Möbelindustrie beliefern – dazu zählen auch Furniture Club-Mitgliedsunternehmen wie Niemann Möbelteile und Zelu-Chemie.

Während hohe Wachstumsraten, ein starkes Luxussegment und ein boomendes Objektgeschäft genug Anreize für einen Markteintritt bilden, sind die Marktstrukturen erklärungsbedürftig und Türkei-spezifisch. Eine Handvoll großer Möbelhersteller diktiert auf dem Markt die Regeln. Zwar haben sich die allgemeinen Rahmenbedingungen in der Türkei stark denen der Europäischen Union angenähert, gleichzeitig bleiben wichtige Erfolgsfaktoren “orientalisch”, wie in der Studie erklärt wird: “Mehr als andere Möbelmärkte erfordert der türkische ein tiefes Eintauchen in die Netzwerke vor Ort und verlangt neben einer durchdachten Strategie auch Investitionen”, fasst Elke Kornberger, Beraterin bei der Geschäftsstelle des Furniture Club, zusammen.

Die hohe Bedeutung von Messen in der Türkei hob Frank Haubold, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse, hervor und gab detaillierte Informationen zu relevanten Messen des Möbelsektors.

Die Unternehmen des Furniture Club wollen ihre Synergien und den exzellenten Ruf von “Made in Germany” bei türkischen Kunden nutzen, um den Italienern diesen Markt nicht zu überlassen. Während die Studie den Mitgliedern des Furniture Club vorbehalten bleibt, sind zu den nächsten Türkei-Veranstaltungen auch Nicht-Mitglieder eingeladen. Unter der Federführung der Koelnmesse ist ein Deutsch-Türkisches Frühstückstreffen auf der “imm cologne” 2014 geplant, das fördern soll, was im türkischen Möbelmarkt von herausragender Bedeutung ist – nämlich persönliche Kontakte. Im Frühjahr 2014 wird eine Sondierungsreise Türkei für weitere Markteinblicke und Netzwerkpflege sorgen.

Quelle : moebelkultur.de

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