Japan – Interesse an der Türkei hält unvermindert an

samuraiBugün – Die Anziehungskraft der Türkei auf japanische Unternehmen, die Wachstumschancen in Übersee suchen, steigt laut Ilker Ayci, Leiter der offiziellen Investmentagentur des Landes.

Ayci meinte bei einer Presseansprache zu den letzten Aktivitäten der Agentur für Wirtschafts- und Investitionsförderung der Türkei (ISPAT) in Bezug auf die Anziehung ausländischer Investitionen, dass die intensiven Bemühungen der Agentur trotz dem Sinken in weltweiten Auslandsdirektinvestitionen (ADI) Früchte tragen.

„Die Agentur steht mit mehreren japanischen Unternehmen in Verbindung, die Investitionen in die Türkei in Betracht ziehen. Ein Besuch in Japan für Gespräche mit interessierten Unternehmen ist für August angesetzt. Wir hoffen, dass wir neue Investitionen später in diesem Jahr ankündigen können,“ kommentierte Ayci das anhaltende Interesse des Landes des Fernen Ostens für die Türkei.

Der große Binnenmarkt der Türkei, ihre junge Bevölkerung, politische Stabilität und strategische Lage sind die Hauptfaktoren für die steigenden Investitionen japanischer Unternehmen im Land. Die größten Kreditgeber Japans haben letztes Jahr Tätigkeiten in der Türkei aufgenommen und ein von Japanern geleitetes Konsortium wird das zweitgrößte Atomkraftwerk der Türkei bauen.

Bei einer Auswertung der europäischen Investitionen in der Türkei unterstrich Ayci die führende Rolle Spaniens. „Die Türkei erhielt dank der intensiven Bemühungen der Agentur von dem krisengeschüttelten Spanien Investitionen in Höhe von 443 Mio. US-Dollar in den ersten 5 Monaten des Jahres 2013,“ sagte Ayci und unterstrich die Rolle der engen Zusammenarbeit zwischen der ISPAT und der CEOE, einem der wichtigsten Wirtschaftsverbände Spaniens, mit dem die ISPAT letzten April eine Absichtserklärung unterzeichnet hat.

Bei einer Erklärung zu bevorstehenden Veranstaltungen sagte der ISPAT-Präsident, dass im Vereinigten Königreich ein Gipfeltreffen zu den Investitionsgelegenheiten im türkischen Bergbau- und Finanzsektor geplant sei. Die Türkei mit ihrer boomenden Bergbaubranche zählt 650 und mehr Unternehmen mit ausländischem Kapital im Land, die verschiedene Erze suchen, abbauen und weiterverarbeiten. Die bewährte Finanzbranche des Landes hat Kreditgeber aus allen Teilen der Welt angezogen, die nun im Bankwesen der Türkei tätig sind. Die italienische Intesa Sanpaolo, die spanische Banco Bilbao Vizcaya Argentaria S.A (BBVA), die russische Sberbank und die Bank Burgan aus Kuwait zählen zu den letzten Neuankömmlingen im türkischen Bankensektor.

Staatsfondsbeteiligungen aus Malaysia, Singapur, Hong Kong und China zählen laut Ayci zu den Zielen der ISPAT und ihnen allen werden Investitionsgelegenheiten in der Türkei aufgezeigt werden.

Auf die Frage, ob mehr US-Investitionen in die Türkei gelockt werden, sagte der ISPAT-Leiter, dass ein Besuch der USA diesen Herbst geplant sei, bei dem bestehende und potenzielle amerikanische Investoren in der Türkei zusammengeführt werden. „Wir werden Gespräche organisieren, bei denen in der Türkei tätige US-Unternehmen mit potenziellen Investoren zusammen treffen werden und unser Investitionsumfeld fördern können,“ merkte Ayci an.

Die Türkei ist in der 24. Liste globaler ADI-Empfänger des World Investment Reports (WIR) 2013 der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD) um zwei Ränge gestiegen. Das Land, das letztes Jahr 12,4 Mrd. US-Dollar an ADI angezogen hat, belegte Platz 14 unter den Schwellenländern und Platz eins für die Länder in Westasien.

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