Über Weihnachten werden Rückkehrpläne geschmiedet

Weihnachten – Tage der Besinnung, im wahrsten Sinne des Wortes. Über die Weihnachtstage haben mich soviele Rückkehrwillige kontaktiert, wie niemals zuvor im Jahr. Auch während Weihnachten der letzten Jahre, waren es nicht annähernd soviele.

Das ist ein Indikator, denke ich, das die wenigsten Deutschtürken noch auf eine rasche Erholung der Märkte in Europa hoffen und sich eher bessere Chancen auf dem türkischen Markt ausrechnen. ‘Gefühlt’ sind die Chancen bessere aber nicht so im Realen.

Die Krise in Europa hat den Wirtschaftswachstum, in der Türkei, merklich verlangsamt.  Schon das ganze Jahr erfolgten die Zahlungen der kleinst- und mittelständischen Unternehmen sehr schleppend. Jetzt hat sich das aber noch um einige Schläge erhöht. 16 Mio. ungedeckte Schecks sind im Umlauf. Im Rückkehrfunktion bedeutet dieses noch weniger Barmittel in den Kassen der Unternehmen. Das die türkischen Unternehmen nicht so schnell in Konkurs gehen, als z.B. deutsche Unternehmen, hat einige erstaunliche Gründe. Zuerst werden die verspäteten Gehaltszahlungen der Mitarbeiter auf “Nichtzahlen” Modus umgestellt. Dann kommt noch verstärkt der Faktor “Hoffnung” ins Spiel, welcher bekanntlich zuletzt stirbt. Dieser Faktor ist bei einem türkischen Unternehmer sehr langlebig.

Klar, die türkische Wirtschaft wächst momentan weiter und stärker als die europ. Wirtschaften, jedoch sollte man sich eine  Rückkehr in 2013, einige Male überlegen und dann aber auf jedem Fall weiter verschieben.

Die größeren Unternehmen, die zumeist unter einem Holding-Dach operieren, expandieren und investieren weiter. Dieses spiegelt sich aber nicht proportionell an den Mitarbeiterzahlen. Eher werden Unternehmenszukäufe und Investitionen in die bestehenden Anlagen realisiert, die der Modernisierung dienen, die bekanntlich selten mehr MitarbeiterInnen bedeuten.

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