Die vergilbte Post der Türkei oder die Hoffnung stirbt zuerst.

Die gelbe Post der Türkei ist ein Phänomen. Keine Ahnung, wie die Organisationsstrukturen sind bzw. ob es einen gibt. Schaue ich vor die Haustür, liegen dort Sendungen für wildfremde Menschen. Schaue ich auf die Adressate, sehe ich, dass diese mancmal 1 km weiter hätten landen sollen. Womöglich liegt die Sendung, die ich aus Deutschland erwarte 2 km weit weg und wird mich niemals erreichen. In der Regel lassen die Hausbewohner solche Sendungen einige Zeit vor der Haustür liegen. Dann sind sie auf einmal weg.

Die Post spielt Schicksal. Wer weiss, wieviele Menschen dadurch keine Mahnungen erhalten und direkt den Gerichtsvollzieher ins Haus bekommen? Oder gar noch Schlimmeres.

Ich habe getestet und habe 2 Briefe an meine türkische Adresse geschickt. Beide zur selben Zeit von Köln aus. Ich wusste, dass eines dieser Briefe garantiert ankommt. So kam es auch. Nach einer Woche war dieser Brief da. Der andere Brief ist seit 3 Monaten unterwegs. Woher ich wusste, dass die eine Sendung bei mir ankommt ? Ja, da muss man die Türkei und den Türken gut kennen. Ich habe auf dem einem Brief einen Absenderstempel gehabt und zwar ein rundes. Bei runden Stempeln glaubt der Türke nämlich automatisch, dass es was amtliches ist. 🙂 So habe ich auch den Beweis geliefert, dass es an der türkischen (ver)gilbten Post liegt, das die Sendungen nicht ankommen. Nur was passiert mit den restlichen Sendungen ? Ich habe nicht gehört, das die türk. Post eine  Briefverbrennungsanlage hat. Verdammt, wo sind diese Sendungen ?

Wer auf die Post setzt, hat verloren oder sagen wir mal besser ; setzt auf die 50% Chance !

Übrigens ! Die Paketdienste im Lande sind, im Verhältnis zu Europa, sehr günstig. Auch ausl. Versendern rate ich zu den Paketdiensten. Das Geld ist gut angelegt, wenn es eine wichtige Sendung ist. Nur amtliche Dokumente dürfen nicht durch Paketdienste angeliefert werden. Diese gehen den bekannten Amtsweg. Das Innenministerium registriert diese und gibt dann der Gelben Post zum verteilen. Wird der betreffende nicht beim ersten Mal vom Briefträger angetroffen, so geht das Schreiben an das Innenministerium zurück und dann an den Absender. Monate später erfährt der Absender, dass der Empfänger nicht angetroffen wurde…

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