Türkei mit Wachstums- und Inflationsrisiken

HSBC Trinkaus & Burkhardt
Düsseldorf (www.aktiencheck.de) – Eine straffe Geldpolitik der Zentralbank und der schwache Konjunkturverlauf in der Eurozone belasten türkische Unternehmenzunehmend, berichten die Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt.
Das würden die jüngsten Umfragen im Verarbeitenden Gewerbe zeigen. Die Auftragslage habe sich gegenüber Februar zwar leicht verbessert, bleibe aber ebenso unter der Expansionsmarke von 50 Indexpunkten, wie der gesamte Einkaufsmanagerindex (“PMI”), der unverändert bei 49,6 stehe. Nachdem sich die Anzeichen einer abnehmenden Konsumneigung der Türken mehren würden, stünden der Volkswirtschaft raue Zeiten bevor, sollten die harten Wirtschaftsdaten den Trendder gestern veröffentlichten Vorlaufindikatoren bestätigen.
Im Schlussquartal 2011 sei die türkische Ökonomie gegenüber der Vorjahresperiode nach zuvor über 8% um 5,2% gewachsen. Im unmittelbaren Quartalsvergleich habe das Wachstum immerhin 0,6% (nach 1,8%) betragen. Zeitgleich habe eine Verschärfung der türkischen Geldpolitik begonnen, die in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres deutlich bremsend durchschlagen haben dürfte.
Heute sollten die Daten zu Entwicklung der Lebenshaltungskosten für den März veröffentlicht werden. Aufgrund der angezogenen Nahrungsmittel- und Kraftstoffpreise würden die Analysten einen Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr von 10,4% auf 10,7% erwarten. Die Indikatoren zur Kerninflation dürften mit Blick auf den relativ stabilen Kurs der Lira weitgehend unverändert ausfallen.
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