Die Krise hat Angst vor Erdoğan !

Gestern habe ich eine Sichtweise der Dinge gelesen, die der Wahrheit am nächsten kommt.

Ein Finanzexperte aus den USA besucht die Türkei halb privat halb geschäftlich und kommt zufällig mit türkischen Journalisten zusammen.

“Ich wollte die türkische Wirtschaft in Augenschein nehmen” sagt er. “Können Sie das nicht von den USA aus?” wird er gefragt.  “Das tun wir schon aber es klappt nicht !” sagt er.  Dann begründet er diese Feststellung :

“Wenn wir aus unserer Zentrale (einer Großbank) Richtung Türkei blicken, dürfte es um die Türkei eigentlich schlecht stehen. Es ist nichts greifbares da, was darauf schließen lassen könnte, das es eurer Wirtschaft gut geht. Die Exporte wachsen aber, und die Importe wachsen sogar noch stärker. Das Leistungsbilanzdefizit ist in der OECD einsame Spitze und ein Vielfaches der Verfolger. In der Produktion habt Ihr auch keine riesigen Sprünge gemacht. Mit der Privatisierung hat in 2011 auch nicht viel geklappt. Das ist dadurch zu erklären, dass durch die Krise in der Welt das Kapital unentschlossen war, wo es am sichersten ist.

Die Wirtschaftswachstum ist enorm aber der Anteil der Importe an diesem Wachstum ist ebenfalls enorm. Die Kursentwicklungen von Euro und USD sind ebenfalls nicht zu Gunsten der türk. Wirtschaft.  Das alles wollte ich mal an Ort und Stelle erleben, denn die Zahlen sagen was anderes aus”.

Dann frage er einen der Journalisten. “Auch wenn Sie kein Wirtschaftexperte sind, sind Sie doch ein Türkei-Kenner.  Wissen Sie warum die Wirtschaftskrise die Türkei nicht erfasst ?”.

“Aus Angst!” sagt  der Journalist. “Verstehe nicht” sagt der Amerikaner. Dann legt der Journalist los:

“Ich bin kein Wirtschaftsexperte aber ich habe eines beobachtet. Damit die Krise anfängt, müssen Gründe da sein, die diesen letztendlich auslösen und dieser Mechanismus des entscheidenden “Anschubsens” funktioniert in der Türkei nicht. Niemand traut sich auf den Knopf zu drücken, der die Krise dann auslöst”. Der Amerikaner hört verwundert zu. “Ministerpräsident Erdogan ist so eine starke Persönlichkeit, dass sich niemand aus der Politik und der Wirtschaft traut das Wort ‘Krise’ in den Mund zu nehmen. Keiner traut sich auch nur ein Wort in den Mund zu nehmen, welches demoralisierend wirken könnte. Vor einigen Monaten hatten zwei Minister zwar das Wort nicht in den Mund genommen, aber versucht es zu umschreiben. Heute sind sie keine Minister mehr. Um nicht Gefahr zu laufen, das Wort zu erwähnen, sind die Entscheider der Wirtschaft auf der Hut und treffen Vorkehrungen, weit vor der weltlichen Konkurrenz, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten bzw. das Wort “Krise” benutzen zu müssen. Die Banken werden von der Aufsichtsbehörde reguliert, könnte man sagen. Da  die Gewinne der letzten Jahre enorm ausgefallen sind, lässt man den Staat gewähren und erlaubt ihm, dass er ihnen Vorgaben macht. Summa summarum kann man sagen, dass die Krise Angst vor dem Erdogan hat und deshalb die Türkei nur “Transit” passiert”.

Der Amerikaner kann sich nicht mehr halten vor Lachen. Sagt : “Das ist gegen alle Regeln der Volkswirtschaft aber erklärt meine Erkenntnisse der letzten Tage haargenau. Würde ich das als Bericht schreiben, würde das bestimmt keiner verstehen”. Auf die Frage, was er den jetzt als Bericht schreiben könnte, bekam er die folgende Antwort :

“Solange es funktioniert, wird es funktionieren. Die Türkei wird weiterwachsen. Könnte sein, dass sich die Weltwirtschaft erholt und das es der Türkei wirklich gut geht”.

Der Amerikaner sagte: “Wenn das eine Wirtschaftsformel ist, dann wird sich die Weltwirtschaft schwerlich erholen können”. Diesmal hat der Journalist gefragt : “Warum ?”.

“Die Antwort ist einfach. Es gibt in keinem Land einen Ministerpräsidenten, wie Erdoğan. Weder in Europa noch in Amerika.”

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