Der islamische Gottesstaat lässt grüßen

Der Präsident drängt: Mufti soll den Standesbeamten ersetzen

Für Kinder- und Frauenrechte sah es nie so gut aus in der Türkei, doch es kommt noch schlimmer. Bald sollen rein islamische Hochzeiten möglich sein.

Eigentlich möchte ich sagen, dass das Parlement über einen Gesetzentwurf debattiert, nur letztendlich hat das Parlament schon lange nichts mehr das bestellen.

Warum auch immer, als ob es nichts wichtigeres gäbe, der Präsident drängt.

Sollte das Gesetz rechtskräftig werden, werden Polygamie und Kinderehen leichter möglich sein.

Wie das die Art des Präsidenten ist: “Ob ihr wollt oder nicht, das Gesetzt wird kommen”, sagte er und unterstrich, dass islamische Ehen unumgänglich zur Normalität gehören werden.

Eheschließungen vor dem Mufti gab es schon immer, nur waren diese nicht rechtsgültig und eher ein Vorwand gegenüber der Ehefrau, dass man ja nach islamischen Regeln handelte und einen Mufti aufsuchte. So waren die Seitensprünge, zumindest nach dem gewissen des Mannes, keine mehr.

Die seit 1926 üblichen standesamtlichen Ehen, werden jetzt durch den Mufti vollzogen werden.

Ich fragte mich, welche Argumente die Befürworter hatten. Eigentlich wie beim Referendum, genauso, wie es für ein “Ja” keine triftigen Argumente gab, gibt es hierbei auch nichts, was greifbar ist.

Es soll der Wunsch vieler Menschen sein religiös zu heiraten. So ein Schwachsinn!

Wenn die Regierung alle wünsche der Menschen in die Tat umsetzt, sollen sie mal mit der Meinungsfreiheit und dem Rechtsstaat u.a. anfangen.

Auch die Geburten sollen ohne Geburtsschein eingetragen werden können. Wem dient denn dieses Gesetz schon wieder? Kann ich euch sagen, die Hausgeburten können verschwiegen werden. Auch besteht die Möglichkeit, dass einige Frauen zu Gebärmaschinen werden. Was liegt da näher, als die Kinder zu verkaufen? Eine mündliche Erklärung mündliche Erklärung soll genügen: „Ich möchte Ali Yildirim eintragen lassen, er ist mein Sohn und wurde, eeeehm, sagen wir mal am 05.05. geboren.“

Der islamische Gottesstaat lässt grüßen.

Ach so, die Vergewaltigungsopfer können somit mit Leichtigkeit im Krankenhaus abtreiben, oder das Neugeborene zur Adoption freigeben bzw. verkaufen.

Die Türkei, ein EU-Kandidat ‚par excellence‘.

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