Türkei – Das Leistungsbilanzdefizit weiter angewachsen

Fast in allen Bereichen kann man die Zahlen drehen und wenden und so darstellen, dass sie noch positiv manchmal auch negativ ausschauen. Nicht so ist das mit den Ex- und Importen. Diese sind statistisch erfasst und geben doch ein Bild wieder, welches eine ‘klarere’ Sprache spricht.

Warum ich ‘klarer’ sage und nicht von ‘eindeutig’ spreche, hat einen besonderen Grund. In den vergangenen Jahren agierte die türkische Regierung ganz schlau. Die Erdölkäufe aus dem Iran wurden mit Gold und nicht mit Geld bezahlt. Das hatte den Nutzen, dass die Bezahlung mit Gold eine Ausfuhr von diesem Edelmetall zur Grundlage hatte. Somit galt es nicht als Zahlungsvorgang sondern als Export. Raffiniertes wurde raffiniert abgewickelt. 🙂 Vor einigen Jahren war das so, ich weiß nicht, ob es immer noch so ist.

Kommen wir zu den aktuellen Zahlen:

Das Leistungsbilanzdefizit der Türkei im Juli ist zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 82,5% auf 8,8 Mrd. USD gestiegen. Das Leistungsbilanzdefizit für die ersten 7 Monate ist im Vergleich zu den ersten sieben Monaten des Jahres 2016 um 21% auf 39,7 Mrd. USD gestiegen.

Die Exporte stiegen zwar auch an, aber nicht in dem Umfang wie die Importe. So konnten die Exporte 2016 noch 67% der Importe auffangen, hingegen in 2017 beträgt diese Quote nur noch 58,8%.

Quelle Zahlen: https://www.dunya.com/ekonomik-veriler/dis-ticaret-acigi-temmuzda-88-milyar-dolar-oldu-haberi-379644

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