„Wir bestehen auf unser Recht auf Unrecht. Basta!“

Mit Falschheitszertifikat. Weltweit gültig.

Das ist wieder einmal so schräg, dass ich den Artikel in der Zeitung zweimal lesen musste.

Die Einzelhändler blockieren aus Protest eine Straße, weil sie von Rechtsanwälten bekannter Marken daran gehindert werden, Fake Produkte zu verkaufen.

Die Steigerung kommt noch, die Einzelhändler machen ihr Recht auf Unrecht geltend. Die Abgeordneten im Parlament sollen sich der Sache annehmen. Die Einzelhändler würden schon wg. fehlender Touristen die Kredite mit neuen Krediten bezahlen, dann diese ‚Ungerechtigkeit‘.

Sie geben erst nach, als der Bürgermeister von Manavgat verspricht, sich für die Händler einzusetzen. Wobei?

Ich kenne das. Ich habe nur für kurze Zeit, die Interessen des Verbandes der Schweizer Uhrenhersteller, in der Türkei vertreten. Sehr kurz eigentlich, wenn man genau betrachtet, zwei Wochen. 🙂

Bei der ersten Räumungsaktion am Geschlossenen Basaar (Kapali Carsi) waren wir, ich und der von mir beauftragte Rechtsanwalt froh, mit dem Leben davon gekommen zu sein.

„Fake Uhren verkaufen wir schon seit Jahren, wir lassen das Geschäft uns nicht nehmen. Wenn Ihr weiter macht, wird das nicht gut enden für Euch!“ Um das zu sagen, war einer aus dem Vorstand des Fake-Uhren-Verkäufer-Verbandes der Türkei (gibt es natürlich nicht), persönlich an meiner Haustür.

Da soll mal einer sagen, es gibt keine Rechtssicherheit in der Türkei. Es gibt sie doch. Die Macht des Stärkeren.

Quelle: http://mobil.manavgathaber.com/haber/evrenseki-de-esnaf-yolu-trafige-kapatti/3112/

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