Türkei-Touristen: Manche kommen, sie geben aber weniger aus.

Nicht nur die Touristenzahlen sind im Keller, was noch wichtiger ist, die die kommen, geben weitaus weniger aus, als vorher.

Die letzten 10-12 Jahre gab der Türkei-Tourist fast immer den gleichen Betrag aus. Von 2004 bis 2012 lag dieser konstant bei 750 USD. Allein diese Tatsache, muss zu denken geben, denn in dieser Zeit haben sich alle sonstigen Preise für Produkte und Dienstleistungen, im Besonderen die Energiekosten um ca. 10% im Jahr gesteigert. Also verdiente man in der Branche schon vorher schlecht. 2013 dann stiegen die Ausgaben der Touristen auf 851 USD, 2014 auf 877 USD, 2015 auf 884 USD und letztes Jahr betrug es 717 USD.

Auch, wenn das Alkoholverbot an öffentlichen Flächen, in Antalya, schon vorher existierte, wurde es lauthals abermals verkündet. Ob man gezielt dem Tourismus schaden möchte? Warum man diese Branche zugrunde richtet und immer das Falsche macht, wird das Geheimnis derer bleiben, die es tun.

Dieses Jahr kommen z.B. Touristen aus Bulgarien und Georgien, die man vorher in der Türkei nie registriert hatte. Diese geben während des gesamten Türkei-Aufenthaltes, im Schnitt 200 USD aus, also weitaus weniger als andere Touristen. Die meisten kommen aus dem Iran. Zumindest sind sie im ersten Quartal die Spitzenreiter. Die Spitzenreiter der letzten Jahre, die Deutschen, folgen an 4. Stelle vor den Russen. Während die Iraner ca. 1.000 USD ausgeben, betragen die Ausgaben der Deutschen ca. 600-650 USD und bei den Russen sind es ca. 500-550 USD. So liegen die Ausgaben im ersten Quartal bei 637 USD/Tourist. Also weitaus weniger als der Durchschnitt der letzten Jahre.

Somit spielen die Touristenzahlen eine zweitrangige Rolle, schließlich verdient man an denen, die da sind, nichts.

2015 machte man noch ein Tourismusjahresumsatz von 32 Mrd. USD. Dieses Jahr wurden 23,5 Mrd. USD prognostiziert. Nur unter optimistischer Betrachtung, wird man ca. 17-18 Mrd. USD erreichen. Pläne und Versuche, um die Situation zum Positiven zu kehren, gibt es nicht. Nicht aus der Politik.

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