Russen sehen das Embargo als eine Chance und stärken die eigene Agrarindustrie

Das, von der EU gegen Russland verhängte Embargo hat Russland dazu genutzt und die eigene Agrarwirtschaft mit neuen Fördermaßnahmen aufgestockt.

Parallel wurde die Einfuhr von einigen Produkten aus der Türkei, dem Hauptlieferanten Russlands, gänzlich verboten. Darunter sind Tomaten und Gurken. Die Tomatenimporte nach Russland sind um 30,7% zurückgegangen. Genauso dürfen keine türkischen Zwiebeln mehr importiert werden.

Die türkischen Agrarexporte nach Russland sind, von 2015 auf 2016, um 62,1% auf 331,7 Mio. USD zurückgegangen.

Die Agrarproduktion von Russland ist innerhalb eines Jahres um 8% gestiegen. Russland möchte bei einigen Produkten, z.B. bei Tomaten in Selbstversorgerstatus gelangen. Dazu sollen ca. 400 Hektar große neue Gewächshäuser entstehen.

Für die türkischen Bauern ist das Russland-Geschäft, neben dem Inlandsmarkt, welches wegen den rückläufigen Touristenzahlen, der zweite herbe Rückschlag.

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