China gegen die Türkei

Diese Paarung hat man schon mal im Sport, aber in der Wirtschaft, eher eine Seltenheit. Nicht so in der Bauwirtschaft, im Besonderen bei Auslandsbauprojekten.

China ist in dieser Liga die Nr. 1, nur die türkischen Bauunternehmen sitzen ihnen im Nacken.

Engineering News Record hat die größten 250 Auslandsbauunternehmen aufgelistet. Während China auf dieser Liste gleich 65 mal vertreten ist, sind die Türken mit 42 Unternehmen in Verfolgung. Dieser Kampf wurde in den letzten Jahren am Golf, in den arabischen Ländern ausgetragen, nur in der letzten Zeit hat sich das Spielfeld nach Afrika verlagert. Besonderes Gewicht haben dabei die Eisenbahnprojekte. Der Markt auf diesem Gebiet war in 2015 131 Mrd. USD groß in Afrika. Bis 2020 sollen weitere 200 Mrd. USD folgen.
Auf diesem Gebiet könnten die Chinesen umsatzmäßig davonziehen, zumal die größten Projekte, z.B. die Strecke Kenia, Ruanda, Uganda, Brundi und Süd-Sudan, mit einem Volumen von 13,8 Mrd. USD, wird von den Chinesen realisiert.

Doch, was die Anzahl der Aufträge in Afrika geht, liegen die türkischen Unternehmen vorne.

In den letzten Jahren verwirklichten türkische Unternehmen Eisenbahn und U-Bahn-Strecken in Indien, Polen, Ukraine und Katar. Das Unternehmen Yapi Merkezi realisierte zuletzt ein Projekt über 1,7 Mrd. USD in Äthiopien und fängt gerade ein neues Projekt in Senegal an, wo es unter die Sahara geht.
Momentan haben die türkischen Unternehmen, laut dem Verband der türkischen Bauunternehmen, Schienenbauaufträge über 13 Mrd. USD im Ausland. Davon 8 Mrd. USD in Afrika.

Share