Türkei’s größtes Unternehmen steht niemals auf der Liste der Größten

Türkei’s größte Holding wächst dieser Tage, manchmal sogar um eine neue Holding am Tag. Klingt krass, ich weiß, aber es entspricht der Realität. Während man die Kreditnote, Syrien, die Toten im Osten und Südosten im Fokus hat, geht woanders die Post ab.

SAVINGS DEPOSIT INSURANCE FUND (TMSF) ist die staatliche Organisation der Türkei, welches alle Unternehmen, die in irgendeiner Art betrügerisches Realisiert haben, es vor hatten und überhaupt, aus irgendeinem Grund, vom Staats wegen, unter Zwangsverwaltung genommen wurden, führt und/oder abwickelt.

TMSF (die türkische Abkürzung) führt dieser Tage 200 Unternehmen. Eigentlich ist die Zahl nicht korrekt, denn eine unter Zwangsverwaltung gestelltes Unternehmen, kann auch eine Holding mit 100 Unternehmen sein. Also geht die Zahl der Unternehmen, die man unter dem Dach hat, in die Tausende.

Die Zahl der Unternehmen, die TMSF zugeführt werden, ist momentan als inflationär zu bezeichnen. Jedes Unternehmen, bei dem man auch nur den Hauch eines Verdachts hat, diese könnte unter dem Schirm der Gülen Bewegung sich bewegen, wird unter Zwagsverwaltung gestellt. Beschlagnahme auf Verdacht.

Die aktuellsten Unternehmen sind die Boydak Holding aus Kayseri, Koza Ipek Holding und Dumankaya Bau Holding.

Somit ist die TMSF eigentlich das größte Unternehmen der Türkei. Das Besondere ist, dass die Zwangsverwalter, die den Unternehmen zugewiesen werden, zumeist Juristen, Finanzbeamte u.a. sind und keine Ahnung vom Unternehmensführung haben. Die von der TMSF neuernannten Vorstände (Zwangsverwalter) verdienen nicht schlecht, zumal einige mehrere Posten bei verschiedenen Unternehmen haben. Bei Ipek Holding war zu erfahren, dass der dortige Zwangsverwalter über 79.000 TL/Monat (ca. 24.000 EUR) verdiente.

Die TMSF möchte Unternehmen, die gute Zahlen ausweisen verkaufen und den Rest abwickeln und schließen. Bei Verkäufen sollen die Erlöse unter einem Fond geparkt werden, solange, bis das Verfahren gegen den früheren Eigentümer entschieden wurde. Er bekommt den Betrag, wenn er unschuldig ist, ansonsten geht der Betrag in die Staatskasse über.

Es ist immer heikel und nicht ganz einfach, wenn der Staat in Privatunternehmen mitmischt. Gestern berichtete ich von der Unsicherheit der Lieferanten, die Angst haben, Waren zu liefern, weil sie befürchten, der Big-Boss des Käufers, könnte verhaftet werden.

Die Herabstufung der Kreditnote der Türkei hat natürlich Gewicht und wird überall zu spüren sein, aber es gibt noch so viele Unwägbarkeiten, wie z.B. die Entscheidungen über Zwangsverwaltungen und was danach mit den Unternehmen passiert.

Im konkreten Fall hatte mein Freund Aktien der EGS Holding gehabt, welches schon vor Jahren an die TMSF über ging und dann Verkauft wurde. Der Freund besaß ..% des Aktien und Tausende den Rest. TMSF hat das Unternehmen für ein Multimillionen Betrag, ich glaube über 70 Mio. USD waren es, verkauft. Sie hat eigenmächtig beschlossen, dass zuerst die Staatskasse bedient werden sollte und folglich bekamen die sonstigen Gesellschafter nichts. Seit 2002 wird immer noch prozessiert. Ende offen!

Teilweise: http://www.dunya.com/ekonomi/tmsf-dev-bir-holding-gibi-haberi-331317

Foto: http://bit.ly/2d644zm

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